Vertrauen ins Leben!

Als ich mich diese Woche fĂĽr (m)einen Workshop zum Thema
„soziales Netzwerk“ vorbereitete, kam mir ein Text unter, welchen ich unbedingt mit euch Teilen will :o)

Meine Mutter Elisabeth wohnte als Kind in den Kriegsjahren oft bei Ihrer alleinstehenden Oma in Bruch, einem kleinem Ort im Oberbergischen. Es war ihre Lieblingsoma und sie wohl Omas Lieblingsenkelkind. Mama beschreibt ihre Oma als furchtbar arm, gläubig, liebenswert und sehr zufrieden. In den letzten Kriegsjahren verbringt meine Mutter wieder ein Kindheitswochenende in Bruch, als es nachmittags etwa um drei Uhr an der TĂĽre klopft. Als die GroĂźmutter öffnet, steht dort ein völlig ausgehungerter Soldat, zerlumpt und am Ende seiner Kräfte. Er ist auf dem Weg nach Hause. Er bittet meine UrgruĂźmutter um ein Butterbrot. Meine Mutter sieht dann zu, wie die alte Frau das letzte StĂĽck Brot und die letzte Butter zu Butterbroten verarbeitet und dem hungrigen Soldaten gibt. Nachdem dieser weitergezogen ist, sagt meine kindlich besorgte Mutter: „Aber Oma, was sollen wir denn jetzt heute Abend essen? – worauf die Oma sagt: „Aber es ist doch noch nicht Abend, Kind.“

Meine Mutter erzählt weiter: Gegen fĂĽnf Uhr klopft es wieder an der TĂĽre und es kommt eine alte Nachbarin, die wohl weiĂź um die Armut der alten Frau und bringt ein frisch gebackenes Brot, etwas Butter und einen Liter frischen Milch. Die GroĂźmutter bedankt sich sehr erfreut und schaut die Enkelin mit den Worten an: „Siehst du Elisabeth!“

Ich wĂĽnsche euch allen dieses Vertrauen und die Gewissheit:

„DER KREISLAUF FĂ„NGT MIT GEBEN AN“

  • (Quelle: Wellensiek)
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